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Ashtanga Yoga für alle Menschen - mit der AYI Methode



Meine Ashtanga Klassen werden nach der AYI Methode konzipiert. Der Gründer Dr. Ronald Steiner hat eine Form des Ashtanga Yoga entwickelt, die für die meisten Menschen zugänglich ist. Der Sportmediziner verbindet traditionellen Ashtanga Yoga mit innovativer Yogatherapie.

Diese Yogapraxis ermöglicht eine tiefe Erfahrung von der Essenz dessen, was Yoga ist:


Die Suche nach dem eigenem Wesenskern.


Die AYI Methode


Im Unterricht nach der Ashtanga Yoga Innovation Methode werden modernste Erkenntnisse aus der Bewegungsphysiologie mit den Grundsätzen des Ashtanga verbunden. Eine lebensbejahende Praxis entsteht, die die Wurzeln ehrt und respektiert.



Mein Weg zum Ashtanga


Durch eigene körperliche Begrenzungen hatte ich 2015 einen schwierigen Start mit dem Ashtanga Yoga. In Indien praktizierte ich sehr intensiv und mit Schmerzen verbunden. Niemand erklärte mir die wichtige Balance zwischen Kraft und Flexibilität und nach meiner Zeit in Indien fühlte ich mich körperlich schwächer als vorher.

Ist das im Sinne des Yogas? Heute kann ich aus Erfahrung sprechen: Ashtanga ist ein großartiger Stil, bei dem das wie eine größere Bedeutung hat als das was. Denn wer Ashtanga kennt, weiß, dass die traditionelle Form die meisten Körper extrem herausfordert.

Ich bin begeistert von der AYI Methode. Sie ermöglicht mir eine individuelle Praxis, in der ich trotzdem in die Magie des Ashtangas eintauchen kann.


Yoga aus seinen Wurzeln – Der Ursprung der AYI Methode


Blicken wir etwas in die Yogageschichte, um zu verstehen, was Ashtanga Yoga ist und was das praktizieren nach der AYI Methode ausmacht.


Der Yoga hat seinen Ursprung in der indischen Philosophie. In den alten Texten des Vedanta (ab 900 v. Chr.), Samkhya (ab 600 v. Chr.) und Tantra (ab 600 n. Christus) wird der Weg beschrieben, wie wir dem Ziel des Yogas näher kommen können.

Yoga hat das Ziel unserem inneren Wesenskern Svatma zu erfahren.

In der Kata Upanishad, einem philosophischen Text, der ca. 800 v. Christus durch mündliche Überlieferungen weiter gegeben wurde tauchte der Yoga erstmals als beschriebener Weg auf.

„Wir können nur dann von Yoga sprechen, wenn sich moderne Stile auf diesen Ursprung berufen“ so Dr. Ronald Steiner in meiner aktuellen Ausbildung.

Wir müssen uns also darüber Gedanken machen, was Yoga überhaupt ist und was wir als Yoga definieren.

Haben die Menschen schon vor 3000 Jahren Sonnengrüße praktiziert? Die Annahme entsteht schnell, wenn wir immer wieder hören, dass der Yoga 3000 Jahre alt sei.

Heute verbinden wir mit Yoga eine Reihe von Asanas, die besonders durch B.K.S. Iyengar und sein 1966 veröffentlichtes Buch „Licht auf Yoga“ bekannt wurden.


B.K.S. Iyengar war wie Indra Devi, T.K.V. Desikachar und Sri K. Patthabi Jois ein Schüler von

Sri Tirumalai Krishnamacharya.

Auf den 1888 geborenen indischen Yogalehrer, Ayurveda Praktiker und Gelehrten gehen die meisten modernen Yogastile zurück.

T. Krishnamacharya machte den Hatha Yoga in Indien wieder populär, nach der Unabhängigkeit Indiens etablierte sich seine Yogaschule in Madras sehr. Seine Schüler:innen entwickelten seine Lehren weiter und brachten sie in den Westen.


K. Patthabi Jois wurde von T. Krishnamacharya beauftragt den Ashtanga Yoga in die Welt zu bringen. Einen Stil, der mit festen Übungsserien arbeitet.

Dem Mythos nach hat Sri K. Patthabi Jois Lehrer, T. Krishnamacharya, diese Serien wiederum von seinem Lehrer Yogeshwara Ramamohan Brahmachari aus der Yoga Korunta gelehrt bekommen.

Indolog:innen scheinen das lange nicht auffindbare Buch 2019 in der Bibliothek eines Ashram in Indien entdeckt zu haben. Es entstand im 18. bis 19. Jahrhundert und zu großer Enttäuschung vieler Ashtangis war keine der vier Ashtanga Serien in dem Buch abgebildet. Allerdings fanden sich 200 Asanas in dem Buch, die als Inspiration für die Gestaltung der Serien gedient haben könnten.

Es wird deutlich, die Asana Praxis, die wir heute kennen ist viel jünger als erwartet.


Warum ist der Ashtanga Yoga trotzdem eine Methode, mit der sich Svatma, unser innerer Wesenskern so gut erfahren lässt?


Die Technik des Ashtanga Yoga


Die Ashtanga Praxis beginnt und endet mit der Rezitation von Mantren auf Sanskrit. Eine Art rituelle Eröffnung und Beendigung der Praxis.

Ziel der Ashtanga Praxis ist es dann eine vom Atem bewegte Meditation entstehen zu lassen. Mit dem Beginnmantra wird sich darauf eingestimmt, das Abschlussmantra ebnet den Weg zurück in den Alltag.

Die Technik, die für den meditativen Zustand genutzt wird nennt sich Tristhana. Sie besteht aus Vinyasa: Körper und Bewegung verschmerzen mit dem bewussten und hörbaren Atem (Ujjayi),

Bandha: Subtile Muskelkontraktionen in unserem Rumpf geben eine Ausrichtung von innen und lenken unsere Achtsamkeit und Drishti: Fokuspunkte, die uns helfen der Ablenkung vom Außen nicht nachzugeben. Für einen zentrierten Geist wird der Blick je nach Asana auf einen bestimmten Punkt gerichtet und dort gehalten.

Vinyasa, Bandha und Drishti hängen unmittelbar zusammen und in ihrer Synchronizität ergeben sie in der Praxis eine bewegte Meditation, die vom Atem geführt wird.


Damit Tristhana wirken kann und ein meditativer Zustand entsteht, braucht es eine vertraute Reihenfolge von Asanas, die im so genannten Vinyasa Count gezählt werden. Ganz nach dem Motto: „Make a move, before your thoughts can follow“.


Yoga im Wandel der Zeit


Mein Lehrer hatte noch die Möglichkeit bei Sri Pattabhi Jois selbst zu lernen. Als Arzt, Wissenschaftler und Sportmediziner hat er den Ashtanga dann weiter entwickelt beziehungsweise erweitert und ergänzt.


Denn wenn die Yogapraxis nicht an die Asanas (aus Licht auf Yoga) gebunden ist, wenn es einfach darum geht, wie in den alten Texten beschrieben, unseren Wesenskern zu erfahren und darüber zu Selbsterkenntnis zu gelangen, darf sich die Praxis dann nicht auch weiter entwickeln?

Die AYI Methode hat dazu ein klares Ja. Sie stellt die Frage:


Was braucht der moderne Mensch und das Individuum in unserer Gesellschaft um eine Erfahrung von Balance und Erkenntnis zu machen? Wie wird dem modernen Menschen Svatma zugänglich?


Da sich Menschen und Gesellschaften verändern, sollte sich auch unsere Yogapraxis entsprechend anpassen, damit sie angemessen bleibt und ihr Ziel nicht verfehlt.


Wahrscheinlich ist es für die meisten Menschen nicht die Ashtanga Yoga Serie in ihrer traditionellen Form, die die Erfahrung von Yoga schenkt.

Viel wahrscheinlicher ist eine erweiterte Übungspraxis, mit Elementen, die den Grundsätzen der Bewegungslehre entsprechen und individuelle Übungen anbieten, die bei Beschwerden von einzelnen Schüler:innen unterstützen.



Ashtanga Yoga für alle

Genau diesen Ansatz verfolgt die AYI Methode: Sie passt die Ashtanga Serie für alle Konstitutionen an ohne die Charakteristik des Ashtanga zu verlieren.

Die AYI Methode ist ein undogmatisches Yoga Konzept. Sie legt Wert auf fundiertes Wissen.

Sanskrit wird genauso exakt vermittelt wie Anatomie und Philosophie. Über Missbrauch von Macht im spirituellen Kontext wird gleichermaßen diskutiert wie über die korrekte Ansage einer Asana oder Unterrichtsdidaktik.

Die AYI Methode ist eine Art wie wir mit Demut auf die große Traditionslinie des Yoga zurück blicken können. Denn so vielen Menschen hat der Yoga schon geholfen und uns das Leben lebenswerter gemacht.

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Übrigens: Auf der ganzen Welt praktizieren Menschen Ashtanga: Hast du deine Varianten erst gefunden, kannst du bei jeder Ashtanga Klasse im traditionellen Count mit üben und auch in jeder klassischen Stunde einfach deine persönliche Variante praktizieren.

Um es mit Ronalds Worten zu sagen: „Die traditionelle Übungsserie ist wie eine Symphonie. Ihre Schönheit entsteht durch die Komposition von Bewegung, Halt und Haltungen. Jeder Halt und jede Haltung zeichnet sich durch eine ihr innewohnende Harmonie aus.“





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